SOMMERAKTIVITÄTEN

Das „Netzwerk für Tiere Köln“ (NTK) setzte auch im Sommer seine Aktivitäten zum Schutze der Tiere fort. So war das Netzwerk Gast bei den Festen der Tierheime Bergheim und Dellbrück. Darüber hinaus hatte das Netzwerk am Samstag, den 17. August 2019, einen Infostand beim Sommerfest des Hundehilfevereins „Hunde aus Mallorca“ auf der vereinseigenen Freilauffläche in Köln-Neubrück.

Das NTK informierte im Rahmen der drei Sommerfeste interessierte Besucher unter anderem zum Thema „Pferde im Karneval – legitimiert Tradition Gefahren für Mensch und Tier?“

NTK Pressesprecherin Christine Reichmann sagte nach dem Sommerfest von „Hunde aus Mallorca“: „Es war sehr erfreulich zu sehen, wie offen die Mehrzahl der Besucherinnen und Besucher, mit denen wir im Gespräch waren, für Karnevalsumzüge ohne Pferde und Pferdekutschen waren. Auch im Herbst und in der kommenden Session werden wir vom ‚Netzwerk für Tiere Köln’ weiterhin die Kölnerinnen und Kölner mit positiven Aktionen für einen Karneval ohne Pferde zum Schutze von Mensch und Tier begeistern“.

Das Netzwerk für Tiere Köln wird aktiv unterstützt vom bmt (Bund gegen Missbrauch der Tiere) – vertreten durch die Tierheime Köln Dellbrück und Bergheim –, von den Lebenshöfen Kuhrettung Rhein-Berg und Hofzeit e.V., von der Initiative „Mensch, Hund und“, der Aktion Fair Play und den Ärzten gegen Tierversuche.

Über das NTK
Im „Netzwerk für Tiere Köln“ arbeiten verschiedene Tierschutzvereine und –organisationen aus dem Kölner Raum zusammen. Dabei bringt jeder Verein und jede Organisation seine Fokusthemen in das Netzwerk ein. Gemeinsam werden Ziele definiert, die dann auch gemeinsam verfolgt werden. Für das NTK die beste Basis, um sich mit Kopf und Herz für das Wohl von Mensch und Tier und ein harmonisches Miteinander einzusetzen.

Pressekontakt:
Christine Reichmann
presse@netzwerk-fuer-tiere-koeln.de
www.netzwerk-fuer-tiere-koeln.de

Gewitter – hilfreiche Tips für unsichere Hunde

Ihr kennt es vielleicht, der Himmel verdunkelt sich und spätestens beim leisesten Grollen verschwindet euer Hund unter dem Sofa oder der Kellertreppe. Und das tut er nicht nur bei Gewitter, sondern auch bei Feuerwerk. In diesen Situationen gibt es einiges, was ihr tun könnt, damit die Unsicherheit oder die Angst eures Hundes weniger wird.

Bei Gewitter nichts zu tun, ist mit Sicherheit der falsche Weg

Hunde brauchen die Erfahrung, dass ihre Leitmenschen sie in Stresssituationen stützen. Dabei heißt stützen nicht, bemitleiden. Stützen heißt, handeln. Denn wenn sich euer Hund gestresst fühlt, ist die Unfallgefahr groß. So ist es leicht möglich, dass euer Hund sich erschreckt und beispielsweise auf die Straße läuft. Aus diesem Grund sollten Hunde im Freien unbedingt ausreichend gesichert sein, beispielsweise mit einem Sicherheitsgeschirr und einer nicht allzu langen Leine. Und: Zieht ein Gewitter auf, sollte der Hundeauslauf rechtzeitig vor dem ersten Grollen stattfinden oder aber – und das ist mit Sicherheit der bessere Weg – auf später verschoben werden.

Fehlverknüpfungen bei Alltagsgeräuschen

Nehmt ihr euch dieses Problems nicht an, kann es auch in anderen Situationen zu Fehlverknüpfungen kommen und die Problematik verstärkt sich. Beispielsweise bei Alltagsgeräuschen wie laut spielenden Kindern, Fehlzündungen von Autos oder bei einer zuknallenden Tür. Wir können nicht versprechen, dass die folgenden Empfehlungen bei jedem Hund zum gewünschten Ziel führen. Aber bei den meisten Hunden, mit denen wir gearbeitet haben oder mit denen wir in Kontakt stehen, haben zumindest einige der Empfehlungen zu einer Verbesserung bis hin zum Auflösen der Problematik geführt.

Das solltet ihr bei Gewitter für euren Hund tun

Wenn ein Gewitter aufzieht, solltet ihr versuchen, euch keine Sorgen zu machen. Denn das spürt euer Hund. Eure Gelassenheit dagegen zeigt eurem Vierbeiner, dass alles in Ordnung ist. Viel gutes Zureden und Trösten sind nicht hilfreich, denn das bestätigt euren Hund nur in seiner Unsicherheit oder Angst. Stattdessen solltet ihr eurer normalen Tätigkeit nachgehen, Hausarbeiten verrichten oder das Abendessen kochen. Hektik oder plötzliche, laute Geräusche solltet ihr vermeiden. Zeigt euer Hund trotzdem Unsicherheit oder Angst, geht es mit den nächsten Empfehlungen weiter.

Sorgt für eine Alltagsgeräuschkulisse

Fenster sollten geschlossen, die Rollläden heruntergelassen und das Radio oder der Fernseher sollte eingeschaltet werden. Ein vertrauter Geräuschpegel lenkt den unsicheren bis ängstlichen Vierbeiner ein wenig vom gefürchteten Donnergrollen bzw. Feuerwerk ab.

Beschäftigt euch mit eurem Hund

Manche Hunde lassen sich relativ gut in ihrer Unsicherheit oder Angst auf ein Miteinander ein. So könnt ihr eine Extra-Runde mit eurem Vierbeiner spielen, herumbalgen und kuscheln. Gute Erfolge konnten wir bei Hunden beobachten, die abwechselnd beschmust und wild bespielt wurden. Solch ein Miteinander steigert die Aufmerksamkeit eures Hundes, weil er nichts falsch machen möchte und sich darauf konzentriert, was jetzt dran ist: kuscheln oder wild spielen.

SONNENZEIT – ODER WIE HUNDE IM AUTO QUALVOLL STERBEN

Hund im AutoWir freuen uns über jeden Sonnenstrahl und genießen ihn in vollen Zügen. Zeitgleich wächst die tödliche Gefahr für unsere Hunde. Dabei braucht es nicht erst die sogenannten Hundstage im Sommer, um Hunde elendig im Auto den Hitzetod sterben zu lassen. Schon für uns angenehme Außentemperaturen von 15 Grad bei strahlendem Sonnenschein reichen aus, um ein Auto innerhalb von wenigen Minuten auf weit über 40 Grad aufzuheizen. (An heißen Sommertagen werden es sogar schnell an die 70 Grad!) Eins oder mehrere leicht geöffnete Fenster ändern nichts an den tödlichen Innentemperaturen. Auch das Abstellen von Autos in Schattenbereichen hilft da wenig. Die Sonne wandert und trifft sie auch nur einen Teil des Autos, wird der Brutkasten auf vier Rädern schnell zur Hitzefalle.

Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und können sich deshalb nur über das Hecheln abkühlen. Und das bedeutet, sie können im heißen Wageninneren ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren. Die Folgen: Sie erleiden irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand. Wie auch beim Menschen, kann es auch noch Stunden nach einem Aufenthalt in einem überhitzten Fahrzeug zu tödlichen Folgen kommen.

Wenn ihr einen Hund an einem Sonnentag in einem Auto seht, bleibt bitte stehen und handelt:

Wirkt der Hund schon apathisch oder panisch mit starkem Hecheln? Dann ist schnelles Handeln vonnöten. Der Hund muss schnellstmöglich befreit werden, danach im Zuge der Erstversorgung mit handwarmen, feuchten Tüchern kühlen und versuchen, ihm Wasser in den Fang zu „träufeln“. Ein sofortiger Transport zu einer tierärztlichen Notversorgung muss zwingend durchgeführt werden. Parallel zu allen notwendigen Maßnahmen bitte telefonisch die Polizei informieren.
Wirkt der Hund noch ansprechbar? Dann könnt ihr – zum Beispiel auf Parkplätzen von Geschäften vorab versuchen, den Halter des Fahrzeugs ausfindig zu machen. Seid dabei laut und stellt Öffentlichkeit her. Ist der Besitzer des Wagens nicht schnell aufzufinden, ruft die Polizei! Sie ist verpflichtet, den Hund aus der tödlichen Falle zu befreien.

Zu den Anzeichen, an denen ihr erkennt, dass sich ein Hund in akuter Lebensgefahr befindet, gehören:

  • Starkes Hecheln, Taumeln, Erbrechen
  • Eine dunkle Zunge
  • Glasiger Blick
  • Nervosität oder sogar Panik
  • Apathie

Dies können auch Anzeichen dafür sein, dass der Hund bereits einen Hitzschlag erlitten hat! Eine notärztliche Versorgung ist zwingend und sofort erforderlich!
Erste-Hilfe-Maßnahmen für einen Hund, der aus einem heißen Auto befreit wurde: Bringt den Hund in den Schatten und träufelt ihm Wasser in den Fang. (Das Wasser darf nicht eiskalt sein!) Zusätzlich sollte der Körper des Hundes mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Anschließend muss der Hund umgehend zum Tierarzt. Denn auch denn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat, kann sich der Zustand des Hundes noch Stunden später kritisch verschlechtern. Eine notärztliche Versorgung ist in allen Fällen unverzichtbar!

Stellt euch vor, ihr wäret in einem aufgeheizten Auto eingeschlossen …

Kuhrettung Rhein-Berg – Anweiden 2019

Was ist das doch immer für ein tolles Erlebnis … das Anweiden der Kuhrettung Rhein-Berg e.V. – dieses Jahr am 01.05.2019.

Die Kühe wissen genau, dass es gleich, nach einem Winter im Kuhstall, zum ersten Mal im Jahr auf die saftige Wiese geht. Alle sind schon ganz ungeduldig – und dann, wenn der Weg frei ist … aber seht selbst.

Hier leben sie dann, aufgrund der Mühen von Anke und Matthias und all den Paten, und zwar zufrieden, voller Vertrauen zum Menschen und in absoluter Sicherheit.

Wenn auch du Pate werden möchtest, dann melde dich doch mal bei Anke (Mobil: 0160 – 43 88 940).

 

Brief an die Roten Funken: Was für ein toller Auftritt in Frankreichs Hauptstadt!

Liebe Roten Funken,

herzlichen Glückwunsch für einen tollen Auftritt in Frankreichs Hauptstadt. Neben ein paar verwirrten Blicken von Passanten, die Karneval wohl nicht kennen und nicht genau wussten, was der rot-weiße Aufmarsch bedeuten soll, ernteten die Roten Funken auch vielerorts Freude und Begeisterung. Der rheinische Frohsinn, die typische Karnevalsmusik, die schicken Uniformen und ein breites Lächeln auf dem Gesicht:  so spannt man ein Band zwischen den Menschen und sorgt für gute Laune. Die Roten Funken waren also ein toller Botschafter und haben unsere deutsch-französische Freundschaft unterstrichen. Und das Beste; alles ganz ohne Pferde ! Einmal mehr haben Sie gezeigt, dass der Einsatz von Pferden zu 100% verzichtbar ist, um Spaß zu haben und eine tolle Botschaft mit viel Spaß an d´r Freud zu senden. Vielleicht regt Sie die schöne Zeit in Paris an, darüber nachzudenken, dass man viel Freude haben kann und auch die Zuschauer ungetrübt mitfeiern und lachen können, ohne dass dabei andere Lebewesen leiden müssen und man die Sicherheit der Jecken am Straßenrand, der Tiere und auch der Zugteilnehmer gefährdet (was auch vielen Besuchern der Karnevalszüge inzwischen die Freude nimmt).

Mit freundlichen Grüßen,

Netzwerk für Tiere Köln (NTK) – zum Wohl von Mensch und Tier

DEMENZ BEI HUNDEN UND KATZEN

Die gute Pflege, die wir unseren geliebten Haustieren zukommen lassen, lässt unsere
4Beiner immer älter werden. Das ist eine schöne Entwicklung. Denn, wer möchte nicht viele
glückliche Jahre mit seinen Tieren verbringen. Im Herbst solch eines langen Hunde- oder
Katzenlebens kann es jedoch zu einer schweren Erkrankung kommen: Nicht nur wir
Menschen, auch Katzen und Hunde können an Demenz erkranken.

Was ist Demenz?

Demenz (kognitive Dysfunktion) ist eine Krankheit, die mittlerweile regelmäßig bei
Haustieren auftritt. Sie führt dazu, dass die kognitiven Fähigkeiten (Signale aus der Umwelt
wahrzunehmen und weiterzuverarbeiten) nachlassen und Verhaltensveränderungen
auftreten. Ursache dieser Erkrankung sind Ablagerungen im Gehirn. Leider ist Demenz nicht
heilbar, sie lässt sich jedoch mit Medikamenten gut Symptom mindernd behandeln.

Wie erkenne ich Demenz?

Grundsätzlich sollten wir unsere Tiere immer im Blick haben, um Veränderungen und/oder
Erkrankungen zu erkennen. Dabei denken wir beispielsweise an Veränderungen im
Bewegungsablauf, Gewichtszunahme oder Schmerzanzeichen.
Gerade bei unseren zurückhaltenden Samtpfoten ist eine Veränderung unter Umständen
schwieriger zu erkennen als bei unseren Hunden. Verwirrtheit, desorientiertes Verhalten,
verändertes Wesen, plötzliche Probleme mit Artgenossen, Unsauberkeit, neue Ängste oder
ein veränderter Schlafrhythmus sind Symptome, die bei Demenzerkrankungen von Hunden
Katzen auftreten können. Bei Katzen wird auch ein nächtliches grundloses Schreien
beobachtet. Eine Diagnose kann nur ein Tierarzt stellen. Dabei kann es hilfreich sein, das veränderte
Verhalten Ihres Lieblings mit dem Smartphone zu filmen und die Filme anschließend dem
Tierarzt zu zeigen.

Demenz – was können wir tun?

Mit der gestellten Diagnose durch Ihren Tierarzt werden verordnete Medikamente das
Leben des 4beinigen Demenzpatienten erleichtern. Zudem können wir Menschen unsere
Lieblinge unterstützen. Hunde bitte nicht ohne Leine laufen lassen, damit sie sich nicht verirren. Darüber hinaus ist
es unwahrscheinlich, dass der Rückruf jetzt noch zuverlässig umgesetzt wird. Wichtig:
Nutzen Sie für den Freilauf nur eingezäunte Flächen wie einen Garten.
Ihre Freigängerkatzen lassen Sie bitte in der Wohnung. Der unkontrollierte Freigang ist für
Ihre Katze jetzt lebensgefährlich. Gern kann der ehemalige Freigänger nun auf dem
ausbruchsicheren Balkon oder im ausbruchsicheren Garten unterwegs sein.
Rituale und feste Zeiten werden jetzt besonders wichtig. Wählen Sie also für Ihre
Spaziergänge mit Ihren Hunden feste Zeiten und feste Strecken. So helfen Sie Ihren
Vierbeinern, Sicherheit zu gewinnen.

Was jetzt ebenfalls sehr wichtig ist: Vermeiden Sie bitte Stress im Umfeld Ihrer an Demenz
erkrankten Katze oder Ihres an Demenz erkrankten Hundes.
Weiterhin ist es hilfreich, wenn Sie für Ihre Vierbeiner zusätzliche Näpfe mit Futter und
Wasser aufstellen. Am besten an Stellen, an denen Ihre Katzen und Hunde regelmäßig
vorbeikommen. So werden sie daran erinnert, zu fressen und zu trinken. Bei Katzen ist es
zudem sinnvoll, weitere Katzentoiletten aufzustellen. Sollten Ihre Hunde unsauber werden,
können spezielle Hundewindeln helfen.

Demenz kranke Katzen und Hunde wollen spielen

Auch Demenz kranke Katzen und Hunde wollen spielen. Und das ist gut. Denn Spiele
können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Bekannte Spiele wie Suchspiele
Sie Ihren Vierbeinern also weiterhin anbieten. Eventuell in einer leichteren Variante. Dabei
wird durch das gemeinsame Spiel auch die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem 4Beiner
gestärkt. Und wenn ein Demenz kranker Hund oder eine Demenz kranke Katze eins braucht,
ist es die regelmäßige und verlässliche Zuwendung und Nähe des langjährigen Partners
Mensch. (cr/rl)

Die Gefahren, Tiere über das Internet zu kaufen

Fachleute schätzen, dass über eine Million Hunde pro Jahr über Kleinanzeigen im Internet verkauft werden. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl von Katzen, Nagern und anderen Tieren. Dabei ist eBay einer der größten Umschlagplätze für den Tierhandel in Deutschland.

Der Gesamtverkaufswert von Hunden im Internet bewegt sich in Richtung einer Milliarde Euro pro Jahr – und das nur in Deutschland. Solche Gewinnspannen ziehen Züchter an, die ihre Tiere aus Qualzuchten unter falschen Versprechungen anbieten. Die angebotenen Tiere sind häufig sehr krank und/oder traumatisiert.

Obwohl es gemäß der AGB der verschiedenen Portale verboten ist, mehr als ein Tier pro Jahr einzustellen, werden zum Teil pro Händler bis zu 40 Tiere offeriert. Leider gibt es keine ausreichenden Kontrollen, um den verbrecherischen Handel mit Tieren im Internet zu unterbinden.

 „Der Tierhandel im Netz ist intransparent und unterliegt unzureichenden Kontrollmechanismen. Die Politik muss hier einen gesetzlichen Rahmen schaffen, der den Missbrauch der Tiere und den Betrug der Verbraucher verhindert. Marktführer wie eBay Kleinanzeigen können durch die Einführung einer Verifizierungspflicht bereits eine Vorreiterrolle einnehmen.“ äußerte sich dazu der Bundestagsabgeordnete Kai Wegner (CDU).

Da es eine solche geforderte Verifizierungs- und Identifizierungspflicht nicht gibt, können die kriminellen Verkäufer nicht zurückverfolgt werden. Der Käufer bleibt deshalb, erst einmal auf einen tierquälenden Händler reingefallen, auf den Folgekosten wie Tierarzt oder Tierpsychologe sitzen.

Jeder, der im Internet ein Tier kauft, geht ein großes Risiko ein und fördert damit unter Umständen die Tierqualzuchten. Für alle, die vorhaben, ein Tier in ihre Familie aufzunehmen, kann ein Besuch im Tierheim die richtige Entscheidung sein. Zum Beispiel könnte in den Tierheimen Dellbrück oder Bergheim das neue Familienmitglied bereits auf diese Menschen warten.

Die Zahlen wurden der Kurzanalyse von VIER PFOTEN Deutschland entnommen.

Ein Kommentar zum Rosenmontagszug 2019

Kommentar der Initiative „Mensch Hund und

Mit der dicken Trumm

Nicht nur mit der dicken Trumm sind wir Rosenmontag mit dem Netzwerk für Tiere Köln (NTK) im Zoch vorm Zoch durch Köln gezogen. Schon seit einigen Monaten unterstützen wir das NTK bei seiner so wichtigen Arbeit, die Zurschaustellung von Pferden, die traditionell im Kölner Rosenmontagzug mitgehen zu beenden. Und nicht nur da. Das Leid der Pferde und die Gefahr für Menschen muss ein Ende haben. Denn Tradition ist nur dann gesund, wenn sie offen für Entwicklung und Veränderung ist. Davon ist das FKKK (Festkomitee Kölner Klüngel Karneval) leider meilenweit entfernt.

Umfragen bei Kölner*innen zeigen, dass eine Mehrheit gerne auf Pferde im Rosenmontagszug verzichten würde. Diese Stimmen verhallen bisher ungehört.

Noch nicht einmal das schwere Kutschunglück 2018 konnte beim FKKK für einen Gewinn an Vernunft sorgen. Dass Petrus ein Tierfreund ist, zeigte der Rosenmontagszug 2016 und dieses Jahr. Petrus pustete reichlich Wind durch die Straßen von Kölle, so dass das FKKK auf Pferde im Zoch verzichten musste. Siehe da, auch ohne Pferde wurden Kamelle und Strüßjer geworfen und die Jecken hatten ungemindert Spaß beim Feiern.

Jecke Tierschützer

Dem NTK ist es gelungen, eine wunderschöne Gruppe auf die Beine zu stellen. 41 jecke Tierschützer feierten mit den Zuschauern am Zugweg eine rauschende Party. Der Zuspruch der jecken Zuschauer war enorm. Daumen hoch, Schulter klopfen, Luftbützje und zustimmendes Nicken waren die Reaktionen aus der Menge. Spontan gingen Befürworter eines pferdefreien Rosenmontagszugs einige Meter mit uns und suchten das Gespräch. Die mitgeführte E-Kutsche von myETOURS, die selbst gebastelten kunterbunten Pferde, die wippenden und tanzenden Einhörner, die für die Pferde als unterstützendes Zeichen die Einhörner eingezogen hatten und eben die dicke Trumm und das Trömmelche, waren Straßenkarneval, wie er sein soll: bunt, handgearbeitet und dem FKKK den Spiegel vorhaltend.

Wir hatten Spaß wie Bolle! Tanzend durch die Straßen von Köln zu ziehen, mit 100tausenden fröhlichen Menschen zu feiern und dabei eine solch wichtige Message zu transportieren – „Mir Jecke bruche kein Pääder im Fasteleer“ ist Karneval pur!

Besonders erfreulich war es, zu sehen, aus welch unterschiedlichen Tierschutzgruppen die Unterstützer des NTK kommen. Das zeigt auch, dass die Arbeit des NTK über die Kölner Grenzen hinaus wahrgenommen wird. Und so waren in der  NTK Karnevalstruppe u. a. jecke Tierschützer des bmt/Tierheim Dellbrück, der Kuhrettung Rhein Berg sowie von Ärzte gegen Tierversuche vertreten. Sogar aus der Schweiz waren jecke Tierschützer angereist, um das NTK zu unterstützen.

Böses Foul

Dabei hat das FKKK es sich nicht nehmen lassen, Foul zu spielen. Obwohl wir unsere Gruppe mit der Abmarschzeit 9.30 Uhr bei der Polizei angemeldet hatten und diese Abmarschzeit auch schriftlich von der Polizei bestätigt wurde, spielte das FKKK Foul. Zugleiter Alexander Dieper kontaktierte das NTK nur wenige Tage vor dem Rosenmontag mit der Forderung, wir müssten um 8.40 Uhr losmarschieren. Also 50 Minuten vor der polizeilich bestätigten Zeit und 1 Stunde und 31 Minuten vor dem Rosenmontagszug. Ein Narr, der Böses dabei denkt.

Wer das NTK und seine Akteure kennt, weiß, dass solch ein Foulspiel nur die Motivation steigert. Energie in eine juristische Auseinandersetzung wollten wir nicht vergeuden. Das NTK bestätigte den Abmarschtermin von 8.40 Uhr und ging punkt 8.40 Uhr am Clodwigplatz mit allerbester Laune los. Was das FKKK nicht wusste, wir hatten Doctor Who auf unserer Seite. Eben noch um 8.40 Uhr vor den Augen des FKKK gestartet und schon kurz darauf durch die Blaue Pooz in die 9.30 Uhr Zeit geflogen. Tünnes und Schäl wären stolz auf das NTK gewesen. Da wir positive Menschen sind, gehen wir davon aus, dass der neue Zugleiter Holger Kirsch ohne Foulspiel auskommen und es aushalten wird, dass in der 5. Jahreszeit die Meinungsfreiheit nicht aufgehoben ist.

Mitmachen!

Liebe jecke Tierschützer*innen, wer von euch tanzend und feiernd durch Köln ziehen möchte und dabei dem FKKK zeigen will, dass Pääder im Karneval Tierquälerei sind und zudem für alle Jecke lebensgefährlich, der streiche sich jetzt schon den 24. Februar 2020 rot an. Denn dann sind wir wieder jeck, aber klar in der Aussage in den Straßen von Köln unterwegs, im Zoch vorm Zoch und gerne mit euch! Oder ihr kontaktiert das NTK und kommt mal vorbei, bei einem unserer nächsten Treffen.

Wir freuen uns immer über Unterstützer. Frei nach dem neuen Kölner Karnevalsmotto „Et Hätz schlät och em Veedel für die Pääder“.

Christine und Robert

Rosenmontagszug 2019

Papppferde und Elektrokutschen brauchen Stürme nicht zu fürchten und sind völlig risikolos einzusetzen. Unter diesem Motto führte das NTK seine Parade vor dem Rosenmontagszug wie geplant durch, auch wenn die Pferde diesmal dem Rosenmontagszug fernblieben. Leider nicht durch die nötige Einsicht der Stadt Köln und der Entscheidungsträger, sondern durch die Sturmwarnung. Die E-Kutsche von myETOURS war dabei ein absoluter Hingucker. Hier geht es zum Film!

Insgesamt 41 Aktivisten ließen sich den Spaß nicht nehmen und trotzten mit bunten Kostümen Wind und Wetter, wie die Bilder eindrucksvoll belegen. Karneval geht also problemlos auch ohne Pferde, das haben nach uns auch zahlreiche Traditionsvereine wie die „Blauen Funken“ oder die „Treuen Husaren“ im Zug selbst gezeigt!

Das NTK wird gemeinsam mit der DJGT unverändert an seiner Linie festhalten, die Pferde aus Sicherheitsgründen und wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz aus dem Karneval, insbesondere dem Kölner Rosenmontagszug zu bekommen.