Ein Kommentar zum Rosenmontagszug 2019

Kommentar der Initiative „Mensch Hund und

Mit der dicken Trumm

Nicht nur mit der dicken Trumm sind wir Rosenmontag mit dem Netzwerk für Tiere Köln (NTK) im Zoch vorm Zoch durch Köln gezogen. Schon seit einigen Monaten unterstützen wir das NTK bei seiner so wichtigen Arbeit, die Zurschaustellung von Pferden, die traditionell im Kölner Rosenmontagzug mitgehen zu beenden. Und nicht nur da. Das Leid der Pferde und die Gefahr für Menschen muss ein Ende haben. Denn Tradition ist nur dann gesund, wenn sie offen für Entwicklung und Veränderung ist. Davon ist das FKKK (Festkomitee Kölner Klüngel Karneval) leider meilenweit entfernt.

Umfragen bei Kölner*innen zeigen, dass eine Mehrheit gerne auf Pferde im Rosenmontagszug verzichten würde. Diese Stimmen verhallen bisher ungehört.

Noch nicht einmal das schwere Kutschunglück 2018 konnte beim FKKK für einen Gewinn an Vernunft sorgen. Dass Petrus ein Tierfreund ist, zeigte der Rosenmontagszug 2016 und dieses Jahr. Petrus pustete reichlich Wind durch die Straßen von Kölle, so dass das FKKK auf Pferde im Zoch verzichten musste. Siehe da, auch ohne Pferde wurden Kamelle und Strüßjer geworfen und die Jecken hatten ungemindert Spaß beim Feiern.

Jecke Tierschützer

Dem NTK ist es gelungen, eine wunderschöne Gruppe auf die Beine zu stellen. 41 jecke Tierschützer feierten mit den Zuschauern am Zugweg eine rauschende Party. Der Zuspruch der jecken Zuschauer war enorm. Daumen hoch, Schulter klopfen, Luftbützje und zustimmendes Nicken waren die Reaktionen aus der Menge. Spontan gingen Befürworter eines pferdefreien Rosenmontagszugs einige Meter mit uns und suchten das Gespräch. Die mitgeführte E-Kutsche von myETOURS, die selbst gebastelten kunterbunten Pferde, die wippenden und tanzenden Einhörner, die für die Pferde als unterstützendes Zeichen die Einhörner eingezogen hatten und eben die dicke Trumm und das Trömmelche, waren Straßenkarneval, wie er sein soll: bunt, handgearbeitet und dem FKKK den Spiegel vorhaltend.

Wir hatten Spaß wie Bolle! Tanzend durch die Straßen von Köln zu ziehen, mit 100tausenden fröhlichen Menschen zu feiern und dabei eine solch wichtige Message zu transportieren – „Mir Jecke bruche kein Pääder im Fasteleer“ ist Karneval pur!

Besonders erfreulich war es, zu sehen, aus welch unterschiedlichen Tierschutzgruppen die Unterstützer des NTK kommen. Das zeigt auch, dass die Arbeit des NTK über die Kölner Grenzen hinaus wahrgenommen wird. Und so waren in der  NTK Karnevalstruppe u. a. jecke Tierschützer des bmt/Tierheim Dellbrück, der Kuhrettung Rhein Berg sowie von Ärzte gegen Tierversuche vertreten. Sogar aus der Schweiz waren jecke Tierschützer angereist, um das NTK zu unterstützen.

Böses Foul

Dabei hat das FKKK es sich nicht nehmen lassen, Foul zu spielen. Obwohl wir unsere Gruppe mit der Abmarschzeit 9.30 Uhr bei der Polizei angemeldet hatten und diese Abmarschzeit auch schriftlich von der Polizei bestätigt wurde, spielte das FKKK Foul. Zugleiter Alexander Dieper kontaktierte das NTK nur wenige Tage vor dem Rosenmontag mit der Forderung, wir müssten um 8.40 Uhr losmarschieren. Also 50 Minuten vor der polizeilich bestätigten Zeit und 1 Stunde und 31 Minuten vor dem Rosenmontagszug. Ein Narr, der Böses dabei denkt.

Wer das NTK und seine Akteure kennt, weiß, dass solch ein Foulspiel nur die Motivation steigert. Energie in eine juristische Auseinandersetzung wollten wir nicht vergeuden. Das NTK bestätigte den Abmarschtermin von 8.40 Uhr und ging punkt 8.40 Uhr am Clodwigplatz mit allerbester Laune los. Was das FKKK nicht wusste, wir hatten Doctor Who auf unserer Seite. Eben noch um 8.40 Uhr vor den Augen des FKKK gestartet und schon kurz darauf durch die Blaue Pooz in die 9.30 Uhr Zeit geflogen. Tünnes und Schäl wären stolz auf das NTK gewesen. Da wir positive Menschen sind, gehen wir davon aus, dass der neue Zugleiter Holger Kirsch ohne Foulspiel auskommen und es aushalten wird, dass in der 5. Jahreszeit die Meinungsfreiheit nicht aufgehoben ist.

Mitmachen!

Liebe jecke Tierschützer*innen, wer von euch tanzend und feiernd durch Köln ziehen möchte und dabei dem FKKK zeigen will, dass Pääder im Karneval Tierquälerei sind und zudem für alle Jecke lebensgefährlich, der streiche sich jetzt schon den 24. Februar 2020 rot an. Denn dann sind wir wieder jeck, aber klar in der Aussage in den Straßen von Köln unterwegs, im Zoch vorm Zoch und gerne mit euch! Oder ihr kontaktiert das NTK und kommt mal vorbei, bei einem unserer nächsten Treffen.

Wir freuen uns immer über Unterstützer. Frei nach dem neuen Kölner Karnevalsmotto „Et Hätz schlät och em Veedel für die Pääder“.

Christine und Robert

Erste Hilfe für den Hund

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Ein langer Spaziergang durch den Wald, eine spannende Tour an Feldern vorbei oder über Stock und Stein macht Zwei- und Vierbeinern viel Freude. Solch eine schöne Tour kann euch durch eine Verletzung eures geliebten Hundes von jetzt auf gleich als Ersthelfer fordern. Euer Hund zeigt Schmerzen an, er blutet aus einer Wunde, nicht selten ist eine Pfote betroffen. Brüche, Kreislaufprobleme bei großer Hitze oder aufgrund eines Insektenstichs, alles das kann schnell passieren.

Wer kann helfen?

Wie wichtig es ist, Erste-Hilfe-Maßnahmen für Hunde zu beherrschen, zeigt sich leider häufig erst, wenn der Notfall bereits eingetreten ist. Doch dann ist es meistens zu spät und man kann nur hoffen, dass Hilfe durch fachkundige Dritte kommt oder der nächste Tierarzt schnell zu erreichen ist. Und falsch ausgeführte Erste Hilfe kann die Situation für den verletzten oder erkrankten Hund noch verschlimmern.

Guter Rat ist nicht teuer

Um seinem geliebten Hund, aber auch anderen tierischen Familienmitgliedern, selbst schnell und kompetent helfen zu können, empfehlen wir den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses für Hunde. Fast immer werden bei diesen Kursen auch Erst-Hilfe-Maßnahmen für andere tierische Familienmitglieder angesprochen. Der genaue Inhalt des jeweiligen Erste-Hilfe-Kurses kann im Vorfeld erfragt werden.

Wer schult mich für den tierischen Notfall?

Die Anbieter von Erste-Hilfe-Kursen für Hunde lassen sich leicht im Internet finden. Oder ihr fragt eure Tierärztin oder euren Tierarzt/Tierheilpraktiker*in. Sie werden euch gerne Auskunft geben. Auch das Tierheim oder der Tierschutzverein bei euch vor Ort könnten wissen, wann und wo der nächste Kurs stattfindet. Am Ende dieses Artikels sind einige Links, die euch bei der Suche weiterhelfen können.

Wie lange dauert so ein Erste-Hilfe-Kurs und was lerne ich dort?

Ein Erste-Hilfe-Kurs für Hunde oder Haustiere im Allgemeinen dauert ein oder zwei Vor- oder Nachmittage. Maßnahmen, wie das Anlegen eines Pfötchenverbandes, das Stillen einer blutenden Wunde oder das Schienen eines verstauchten Gelenkes sind Basics eine Kurses und gar nicht so schwer zu erlernen. Weitere Inhalte werden sein: Wie erkenne ich bei meinem Hund eine Kreislaufschwäche oder wie erkenne ich Vergiftungssymptome und was muss ich im Falle einer Vergiftung tun? Wir sind ziemlich sicher, dass euch so ein Kurs Spaß machen und das berechtigte Gefühl bei euch hinterlassen wird, für Notfälle gewappnet zu sein.

Erste-Hilfe-Set für Hunde

Wir empfehlen euch, zumindest bei größeren Touren, immer ein Erste-Hilfe-Set für Hunde mitzuführen. Das schon für wenige Euro im Fachhandel oder in eurer Apotheke erhältliche Set ist in der Regel weder groß noch schwer. Zum Inhalt des Sets gehören unter anderem: eine Pinzette zum Entfernen von Stacheln oder Fremdkörpern, Desinfektionsmittel, Lösungen zur Wundreinigung, Verbandsmaterial, Dreieckstuch und eine Zeckenzange. In den Erste-Hilfe-Kursen für Hunde wird das Erste-Hilfe-Set samt Inhalt sicherlich auch thematisiert.

 

Ihr sucht bei euch vor Ort jemanden, der einen Erste-Hilfe-Kurs für eure Vierbeiner anbietet? Auf diesen Webseiten werdet ihr fündig:

Oder ihr fragt eure Tierärztin oder euren Tierarzt und organisiert einen solchen Erste-Hilfe-Kurs einfach selbst. (cr/rl)